Sonntag, 17. Oktober 2021

[Autorenvorstellung] Ursula Weyermann

Tag 17 der Oktober-Challenge 
Informationen zur Verlosung findest du hier


Autorenname: Ursula Weyermann
 
Ich lebe mit Mann, Schwiegermutter, Stiefsohn und diversen Katzen im beschaulichen Dublin in Texas. Meine deutsche Heimat ist Kreuzau, eine Voreifel-Gemeinde, die mir auch den Stoff für meine Krimis liefert. Habe als Sozialpädagogin, Journalistin und Redenschreiberin gearbeitet und biete bei meinen regelmäßigen Besuchen in der alten Heimat Theaterworkshops für Kinder und Jugendliche an. Ach ja, ich bin gerade 59 Jahre alt geworden.

Veröffentlichungen


Pitscher und Keller und eine alte Schuld, Kreuzau-Krimi, erschienen im Juni 2020 im KID-Verlag

Pitscher und Keller und eine Frau aus gutem Haus, Kreuzau-Krimi, erschienen am 26. September 2021 

hier findet ihr eine Leseprobe

Fragen an den Autor

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Als Kind habe ich Kasperle-Geschichten erdacht. Mit 13 hab ich eine Theaterstück zu Omas Geburtstag geschrieben und Regie geführt, sämtliche Enkel – und davon gibt es viele – wurden eingebunden. In der Pubertät gab es dann nur Tagebuch. Später kamen diverse Kurzgeschichten, ein Theaterstück zum Stadtjubiläum von Düren, Redenschreiben, Artikel für verschiedene Zeitungen, Exposés für Krimis, die bei Sendeanstalten immerhin zu detaillierten Absagen führten und schließlich die Kreuzau-Krimis. 

Woher holst du dir deine Ideen?

Sowohl als Lokaljournalistin, als auch als Sozialpädagogin hab ich die unterschiedlichsten Leute kennengelernt. Die ganz oben, die ganz unten … und alle Abstufungen dazwischen. Davon fließt immer was in meine Geschichten ein.

Hast du ein eigenes Lieblingsbuch oder einen eigenen Lieblingsprotagonisten?
 
Mein Lieblingsbuch ist 'Haus ohne Hüter' von Heinrich Böll. Böll hat seinen zweiten Wohnsitz in Langenbroich gehabt und dort auch den ausgebürgerten Schriftsteller Alexander Solschenizyn empfangen. Langenbroich ist ein Ortsteil von Kreuzau. Da schließt sich der Kreis dann wieder.

In welche fremde Buchwelt würdest du gern selbst einmal eintauchen, entweder als Protagonist oder als Schreibende/-r?
 
Ich würde mich gerne auf ein Schiff mit den deutschen Auswanderern nach Amerika beamen … und die Erlebnisse zu einem Buch verarbeiten.

Wie sieht dein perfekter Schreibtag oder -Ort aus?
 
Den perfekten Schreibtag hab ich öfters, als es sind Schreibstunden, um genau zu sein. Morgens aufstehen und die Katzen füttern, drinnen und draußen, Frühstück mit meinem Mann um 7 Uhr und dann einen zweiten Kaffee mit in mein Schreibstübchen nehmen. Die letzten beiden Kapitel (meine Kapitel sind immer kurz) lesen und dann drei oder vier Stunden schreiben.

Planst du deine Bücher oder schreibst du einfach drauflos?
 
Ich plane eine grobe Handlung, oder ich erschaffe eine Person und schaue, wo die hin will … das ist der grobe Rahmen. Dann schreibe ich wild drauf los.


Vielen Dank an Ursula für die Bereitstellung der Daten und Fotos.

Samstag, 16. Oktober 2021

[Autorenvorstellung] Sally West

Tag 16 der Oktober-Challenge 
Informationen zur Verlosung findest du hier


Autorenname: Sally West

Mein Pseudonym für die Weihnachtsbücher ist Sally West. 
Mein Klarnamen unter der auch meine Homepage läuft ist Silke Wiest.
Ich bin 1960 geboren und habe Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschft studiert.
Ich bin verheiratet, habe zwei erwachsene Töchter, zwei Pferde, zwei Katzen indoor und zwei bis drei outdoor, gelegentlich leben bei uns noch unsere zwei Enkelhunde.

Du findest die Autorin hier.

Veröffentlichungen
 
Seit etwa 2010 veröffentliche ich, zunächst in zahlreichen Anthologien.

2012 habe ich mein erstes Buch,  "Zuckerwattewolken", eine Geschichtensammlung für Kinder, beim Papierfresserchen MTM-Verlag  veröffentlicht.

2015 folgte "7 Katastrophen bis zum Weihnachtsbaum", eine Kurzgeschichtensammlung

2018 erschien "Tanne zum Glück" eine Weihnachtsnovelle

2019 erschien "Kleine Weihnachtsschmökerei" eine Geschichtensammlung zu Weihnachten
alle drei Bücher sind im Selfpublishing (KDP) erschienen
 
aktuelle Veröffentlichung


2021 im Oktober wird die "Kleine Weihnachtsschmökerei" in erweiterter Ausgabe als HARDCOVER, produziert von tredtion 
und als HÖRBUCH, produziert von Miss Motte AUDIO erscheinen.
Mit dem Hardcover komme ich dem Wunsch vieler Leser*innen nach, die Weihnachtsschmökerei als hochwertiges Geschenkbuch anzubieten.
Mit dem Hörbuch betrete ich persönliches Neuland und hoffe damit viele gemütliche Stunden, am Kamin oder auf dem Sofa zu bereiten.
 
Fragen an die Autorin

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
 
Vor vielen Jahren habe ich mir Geschichten für meine kleinen Mädels ausgedacht und sie irgendwann auf ihren Wunsch aufgeschrieben. So wurde das Schreiben zu einer Leidenschaft, die neben meiner Familie und meinen Tieren zu meinem Lebensmittelpunkt wurde.

Woher holst du dir deine Ideen?
 
Die Ideen zu meinen Geschichten kommen mir meist in der Natur, häufig aber auch beim Beobachten von Menschen, in Cafes, Restaurants, beim Einkaufsbummel oder im Urlaub.

Hast du ein Lieblingsbuch oder einen Lieblingsprotagonisten?
 
Ich habe mehrere Lieblingsbücher, beinah alle Bücher von Astrid Lindgren, Effi Briest von Theodor Fontane, Alice im Wunderland von Lewis Carroll.

In welcher fremden Buchwelt würdest du gerne selbst einmal eintauchen? Entweder als Protagonist oder als Schreibender? 
 
In Terry Pratchetts Scheibenwelt

Wie sieht dein perfekter Schreibtag oder Ort aus?

Der perfekte Schreibtag ist frei von allen Terminen und Pflichten des Alltags, alles ist erledigt und keiner ist zu Hause.
Wenn es das Wetter erlaubt, schreibe ich am liebsten im Freien, Balkon oder Garten.

Planst du deine Bücher, oder schreibst du drauf los?
 
Ich plane meine Bücher, werde aber meist von deren Entwicklung beim Schreiben überrascht

Gibt es noch etwas, was die Leser dieses Bloges noch unbedingt von dir wissen müssen? 
 
Ich bin ein absoluter Weihnachtsfreak!



Vielen Dank an Sally für die Bereitstellung der Daten und Fotos.

Freitag, 15. Oktober 2021

[Autorenvorstellung] S. Sagenroth

Tag 15 der Oktober-Challenge 
Informationen zur Verlosung findest du hier


 
Autorenname: S. Sagenroth

Ich bin Grundschullehrerin, verheiratet und lebe mit meiner Familie und Katze Cleo in Koblenz. Sagenroth ist mein Autorenpseudonym und gleichzeitig Icherzähler und Hauptprotagonist der A. S. Tory- Reihe. Der Name war ein ganz spontaner Einfall, Namensgeber war ein kleiner Ort im Hunsrück (Sargenroth mit r geschrieben) und als es um die Frage des Pseudonyms ging, habe ich mir dann einfach den Namen meines Hauptprotagonisten geschnappt. 

Mit dem Schreiben habe ich 2014 begonnen, es aber erst 2017 in den Sommerferien wieder aufgegriffen und den ersten Band von A. S. Tory innerhalb dieser Zeit beendet. 2018 habe ich mich nach erfolgloser Verlagssuche spontan dazu entschlossen, das Buch als Selfpublisherin zu veröffentlichen. Seitdem bin  ich als zunächst völlig naive Newcomerin in den mir bis dahin ganz unbekannten Buchmarkt und auch die Social Media quasi „hineingesprungen“. Im Herbst 2019 ist Band zwei erschienen, im März 2020 die komplette Neubearbeitung von Band eins, August 2020 Band drei, im Mai das Hörbuch zu Band zwei und nun im August 2021 der vierte und letzte Band von A. S. Tory.

Veröffentlichungen


08/2021: A. S. Tory und das Spiel mit der Zeit (Band4) 
05/2021: A. S. A. S. Tory 2 (Audiobook zu Band2) 
08/2020: A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer (Band 3) 
09/2019: A. S. Tory und die verlorene Geschichte (Band 2) 
10/2018: A. S. Tory: Roadmovie um die Suche nach einer alten Single, komplett überarbeitete Neuauflage März 2020 (Band1) 

Während sich Band eins und Band zwei sehr gut separat lesen lassen, bildet der vierte Band den zumindest vorläufigen Abschluss der Reihe und daher ist es besser, eines der Vorgängerbücher vorher gelesen zu haben.  

Fragen an die Autorin

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Schreiben ist wie Lesen, nur noch deutlich intensiver. Eskapismus pur, wenn man so will. Als Leseratte habe ich natürlich auch schon früh den Wunsch verspürt, nicht nur zu lesen, sondern es auch selbst zu versuchen. Es hat etwas gedauert, Studium , Arbeit, Kinder. Und man benötigt auch einen Impuls dazu. Initialzündung war für mich schließlich Tschick von Wolfgang Herrndorf.  Die Eckdaten für ein eigenes Buchprojekt standen damit fest: Roadmovie, männlicher Ich-Erzähler, Roman für Jugendliche und Erwachsene. Alles andere kam später. 

Woher holst du dir deine Ideen?

Meine Ideen hole ich mir überall her. Aus der Musik, aus eigenen Erlebnissen, aus aktuellen Nachrichten. Oder einfach aus der Fantasie. Ich bin kein großer Planer. Sie kommen einfach, und wenn es sich zu einer stimmigen Geschichte mischt, fange ich an zu schreiben. 


Das eine einzige Lieblingsbuch gibt es nicht. Ich war immer eine Viel- und Querbeet Leserin. Egal ob Klassiker, Krimis oder Kinder- und Jugendliteratur. Spontan würde ich aber sagen: Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón, Tschick von Wolfgang Herrndorf und Harry Potter. 

Hast du ein eigenes Lieblingsbuch oder einen eigenen Lieblingsprotagonisten?

Ich habe die letzten drei Jahre so viel Zeit in meiner eigenen Buchwelt verbracht, dass ich spontan sagen würde: die Reisen und Erlebnisse meiner Protagonisten würde ich auch gerne miterleben. Ich würde sie auch sehr gerne treffen. 

Wie sieht dein perfekter Schreibtag und -ort aus?

Mein perfekter Schreibtag wäre ein Tag am Meer, mit Schwimmen, frischer Luft und viel freier und ungestörter Zeit zum Schreiben und für Ideen. So war ich auch ursprünglich ein reiner Urlaubs- und Ferienschreiber, die Pandemie hat das jedoch verändert. Mittlerweile nehme ich es, wie es kommt – und schreibe mir im Zweifel das Meer und alles andere herbei - in freien Minuten und Stunden ob tags oder nachts, unter der Woche oder am Wochenende. 


Vielen Dank an die Autorin für die Bereitstellung der Daten und Fotos.

Donnerstag, 14. Oktober 2021

[Autorenvorstellung] Melanie Bayer

Tag 14 der Oktober-Challenge 
Informationen zur Verlosung findest du hier


Autorenname:
Melanie Bayer

Ich heiße Melanie Bayer, bin LGBTQ-Autorin, komme aus NRW, bin selbst lesbisch, crazy about chocolate and Cherry Cola und bin ständig dabei, die Welt mit meinen Büchern etwas bunter zu machen. Außerdem veröffentliche ich parallel unter meinem Psyeudonym Emi-Lu Darkwater.

meine Veröffentlichungen


"Affen in meinem Kopf", ISBN: 9783750244023, Genre: Kurzbiografie

"Fantasien", ISBN: 9783753171814, Genre: Antholgie lesbische Erotik

"Hexenfinsternis - Die Erwählte", ISBN: 9783754138205, Genre: Fantasy-Trilogie

"Hexenfinsternis - Die Mutige", ISBN: 9783753168647, Genre: Fantasy-Trilogie

neuste Veröffentlichung


"Hexenfinsternis - Die Siegende", GEnre: Fantasy-Trilogie (15. November 2021)

Klappentext:
Willow hat auf ihrer langen Reise viele Verluste erleiden müssen; und doch gibt sie nicht auf. Ihre Geliebte Ravena und ihre Freunde stehen zu ihr. Zusammen suchen sie weiter nach Verbündeten, um das Land Bhagavan von der Macht Belials zu befreien. Dabei müssen sich die Hexen jedoch nicht nur dem Dämon stellen, sondern auch ihren größten Ängsten. Werden sie dafür stark genug sein?
Wenn nicht, wird die Inquisition und ihre Folgen alles ins Chaos stürzen, die Vergangenheit sowie die Zukunft.

Fragen an die Autorin
 
Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich schreibe seit meinem 11. Lebensjahr, weil ich es liebe, mir Neues auszudenken,
woran andere noch nicht gedacht haben.

Woher holst du dir deine Ideen?
 
Ideen fnde ich überall: Dinge, Orte, Lieder, Bilder, Gespräche, ...
 
Hast du ein eigenes Lieblingsbuch oder einen eigenen Lieblingsprotagonisten?

"Tribute von Panem" und Katniss Everdeen.
 
In welche fremde Buchwelt würdest du gern mal eintauchen?

Als Schreibende möchte ich gerne demnächst in die Genre Sci-Fi und Horror reinschnuppern.
 
Wie sieht dein perfekter Schreibtag und -ort aus?

Mein perfekter Ort ist mein Arbeitszimmer (meine Wohlfühl-Oase) und mein perfekter
Tag wäre: ausschlafen, mit meinem Hund Gassi-gehen, schreiben, recherchieren,
Gassi-gehen und dann wieder schreiben bis open-end.

Planst du deine Bücher, oder schreibst du drauf los?

Planung ist bei mir das A und O.

Gibt es etwas, was die Leser dieses Blogs noch unbedingt von dir wissen sollten?
 
7. Ich möchte in der Buch-Szene noch mehr Toleranz für die LGBTQ-Community erschaffen,
darum sind alle meine Hauptprotas "Regenbogen-Ponys". =)

 


Vielen Dank an Melanie für die Bereitstellung der Daten und Fotos.



Mittwoch, 13. Oktober 2021

[Autorenvorstellung] Thomas Tippner

Tag 13 der Oktober-Challenge 
Informationen zur Verlosung findest du hier 


Autorenname: Thomas Tippner, James Owen und Nele Hansen

Am 10.07.1980 in Reinbek geboren, ist Thomas Tippner für mehrere Hörspiellabels und Verlage aktiv. 
Unteranderem schrieb er die bei Maritim erscheinenden Sci-Fi Serie „Captain Future“. Für ZYX schrieb er Literaturklassiker wie Falladas „Jeder stirbt für sich allein“. 
Im Martin Kelter Verlag veröffentlichte er die Romane „Du hast mich nie gewollt“ und „Urlaubsküsse, immer wieder Mallorca“. 
Für den Blitz-Verlag schrieb er die Reihen „Sherlock Holmes“, „Amerikas Wilder Westen“ oder „Edgar Wallace“. 
Der Hammerboox Verlag nahm sich seiner Geschichte „Seine erste Liebe“ an und nahm mehrere seiner Geschichten in Anthologien auf. 
Auch arbeitet Thoms Tippner eng mit dem DP digital Puplishers Verlag zusammen, wo seine Romane „Strandliebe – Küsse am Strand“, „“Seeluftflüstern“ und die Booksnak „Was ist schon die Zeit“ und „Schockverliebt“ erschienen.

bisher veröffentlichte Bücher

Du hast mich nicht gewollt

Urlaubsküsse – immer wieder Mallorca

Seine allererste Liebe

Seeluftliebe – Küsse am Strand

Seeluftflüstern – Liebe im Strandcafe 

aktuelles Buch


Seeluftflüstern – Liebe im Strandcafe


Fragen an den Autoren

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Och, das ging damals ganz schnell. Ich wollte als Kind schon immer gerne schreiben. Ich konnte gerade lesen und habe die Pitje Puck Bücher verschlungen und habe mir dann selbst einen Briefträger ausgedacht und ihn Abenteuer erleben lassen. In der Schule habe ich immer gerne Aufsätze geschrieben und bin dann irgendwann über meinen Vater zum Heftroman gekommen. Eine völlig neue Welt für mich. So habe ich dann Abenteuer rund um meinen ersten Helden Dameron der Halbdämon geschrieben. Diese Geschichten kreisten damals durch meine Klasse und mein Deutschlehrer bekam sie in die Hand. Der meinte dann, ob ich nicht mal was richtiges schreiben wollte und gab mir über die Sommerferien „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson mit. Nun ja, und da ist es dann um mich geschehen und die ganze Welt der Literatur lag mir zu Füßen und seitdem ist es mein Traum, zu schreiben und zu veröffentlichen. 

Woher holst du dir deine Ideen?

Durch euch alle da draußen. Ich liebe es mir Menschen anzusehen, sie zu beobachten und mir ihre Geschichten anzuhören. Es passiert so viel um einen herum. Ich liebe kleine Details. Gerade gestern bin ich auf den Weg nachhause an einer kleinen Parkbank vorbei gekommen, auf der zwei Jugendliche saßen und der Junge mit seiner Nase an die Nase des Mädchen stieß. Sie hielt ihn ganz fest umklammert, und stupste zurück. Dann wollte er sie küssen, und sie zuckte zurück. Die Szene hat mich beschäftigt und den Gedanken in mir entstehen lassen, dass jeder Mensch irgendwann an einem Scheideweg steht, und die Entscheidung trifft, wer er sein will. Drängt der Junge das Mädchen zum Kuss, oder nimmt er ihr Bedürfnis wahr. Und so habe ich jetzt meiner neuen Novelle mit eben diesen Gedanken und dieser Szene eröffnet. Unheimlich spannend, wie ich finde. 

Hast du ein Lieblingsbuch oder einen Lieblingsprotagonisten? 

Wie oben schon geschrieben: „Die Schatzinsel“ ist mein Buch – meine Geschichte. Deshalb musste ich sie damals auch vertonen und als Hörspiel herausbringen. Ohne Robert Louis Stevenson wäre ich nicht der geworden, der ich heute bin. Einfach zu genial, dieses Buch. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und so voller Sehnsüchte und menschlichen Abgründe. Einfach nur gut.

Ja, ich liebe Bruce Wayne, alias Batman. Ich mag es, wie er die Dinge sieht, wie er sich verbeißt und immer wieder aus dem Abgrund seiner gebrochenen Seele aufsteigen muss, um zu begreifen, dass das Leben lebenswert ist. Geniale Figur. 

In welcher fremden Buchwelt würdest du gerne selbst einmal eintauchen? Entweder als Protagonist oder als Schreibender? 

Hmmm … Darüber habe ich mir noch nie wirklich Gedanken gemacht, wenn ich ehrlich bin. Ich denke immer, jeder Autor entwirft seine Welt und darin soll er sich aufhalten und mich als Leser mitnehmen. Keine Ahnung. Nein, habe ich echt nicht. In Horrorromanen würde ich mich nicht wohlfühlen, in Thrillern nur Angst haben und in Actionbüchern nicht genügend Ausdauer haben, um über Dächer zu hüpfen und schnelle Autos zu fahren (bin ein miserabler Autofahrer). 

Aber ganz ehrlich – ich hätte gerne in der Zeit der dreißiger und vierziger gerne mitgeschrieben, als Verlage noch Mut hatten, viel mehr zu wagen und auch mal neue Wege zu gehen; so ne neue Ära einläuten, das wäre toll. Aber wie das heute möglich sein sollte, kann ich nicht genau sagen. 

Wie sieht dein perfekter Schreibtag oder Ort aus?

Genau zu wissen, was ich will und wie ich alles das in Worte fassen kann 😊 

Nein, ich habe mir meine Schreibtage ganz gut zurechtgelegt. Ich fange morgens an, wenn hier alle aus dem Haus sind und arbeite dann, bis ich meine Lütte vom Kindergarten abholen muss.

Am liebsten schreibe ich in meiner kleinen Wohlfühoase – ein Kleingarten, den ich mir damals gekauft habe. Da weht der Wind durch die Birken, die Sonne steht meistens über mir, und um mich herum zwitschert und piept es, und hier und da summt es auch mal. Das ist ideal, da kann man sich sehr gut fallen lassen.

Aber auch am Mittelmeer damals, auf Mallorca, konnte ich sehr gut schreiben; im Liegestuhl liegend, den Laptop auf dem Bauch, den Blick auf die Wellen gerichtet, und um mich herum ein wenig Leben. Das war irre. 

Planst du deine Bücher, oder schreibst du drauf los?

Um Himmelswillen, einfach drauflos schreiben kann ich nicht. Ich bin da total akribisch. Als erstes wird die Idee aufgeschrieben, dann liegen gelassen. Dann noch einmal angeschaut und sich Protagonisten zur Idee überlegt. Ich muss immer ganz genau wissen, woher meine Figuren kommen, wohin sie gehen und was aus ihnen werden soll. Wie sie sich in Konflikten verhalten, in vertrauter Zweisamkeit. 

Dazu muss der Plot stehen und sollte keine Lücken aufweisen.

Ich bewunderte Autoren die einfach loslegen und ne Geschichte zu Papier bringen. So bin ich leider nicht. Ich brauche Notizblock, Stift und alles blau auf weiß niedergeschrieben. 

Gibt es noch etwas, was die Leser dieses Bloges noch unbedingt von dir wissen müssen? 

Nur das ich immer versuche auf nette Anfragen freundlich und aufgeschlossen zu reagieren und den Kontakt mit Lesern nicht scheue. Ich freue mich immer darüber, wenn sie mich etwas fragen und wissen wollen. So sind schon wunderbare Freundschaften entstanden, die ich nicht mehr missen möchte. 

Nur wenn jemand unverschämt wird, beleidigend oder abwertend, schiebe ich da einen Riegel vor und beende den Kontakt schneller, als die Person gucken kann. Sowas geht in meinen Augen gar nicht. Man darf Kritik äußern, klar. Ohne Kritik würde ich nicht lernen und mich verbessern können. Aber bitte sachlich, freundlich und nett. So ist es am angenehmsten. 



Vielen Dank an Thomas für die Bereitstellung der Daten und Fotos

Dienstag, 12. Oktober 2021

[Autorenvorstellung] Jeannette Oertel

Tag 12 der Oktober-Challenge 
Informationen zur Verlosung findest du hier 


Autorenname: Jeannette Oertel

Ich wurde in der DDR geboren, und wegen der Mauer um meine Heimat bin ich schon früh im Geist durch die ganze Welt gereist. Meine Phantasie verwandelte die graue Industriestadt Halle, in der ich aufgewachsen bin, in Schillerndes, in Geheimnisvolles. In Berlin, wohin ich mit meinen Eltern später zog, fand ich davon endlich einiges in der Realität. Etwas in mir blieb zuversichtlich: Eines Tages entdecke ich die Welt. Und weil es so viel aufzuholen gab, gingen nach der Wende meine ersten großen Reisen nach Neuseeland und Island. Dort erlebte ich dann fast alle Naturschönheiten zum ersten Mal auf einen Streich: Gletscher. Fjorde. Kochende Erde. Regenwälder. Und in Island: Trolle. Elfen. Ich war so hingerissen, dass ich auswandern wollte. Ich wollte die ganze Welt auf einmal, doch das war der Welt zu schnell, lach.

Die meiste Zeit habe ich in Berlin gelebt und geliebt, aber auch in London, Brüssel und München. Meine Wahlheimat inzwischen ist am Bodensee.

Bevor ich die Idee hatte, zu schreiben, habe ich gesungen – erst Pop in einer Band und dann klassisch, und habe mich schließlich für einen Beruf mit Fremdsprachen entschlossen. Beruflich und persönlich habe ich eine Achterbahnfahrt hinter mir. Mit Sehnsüchten, Abgründen und geheimen Winkeln in Menschenseelen konfrontiert, wurde Schreiben für mich dabei zum Lebenselixier. Seit zehn Jahren wende ich mich stark der Tiefenpsychologie und Traumabehandlungen zu.


bisher veröffentlichte Bücher

Meinen Roman „Der wunde Himmel“ und diverse Kurzgeschichten und Erzählungen in Anthologien des Konkursbuchverlags Claudia Gehrte, z.B. in „Tod“, „Mein heimliches Auge“, „Mein lesbisches Auge“ (auch als Jeannette Godard und meinem Mädchennamen Jeannette Kunze)



aktuelles Buch



„Der wunde Himmel“ ist mein Debütroman.

Die Sekretärin des Botschafters von E. verfällt einem Diplomaten, mitten in Berlin. Er wird ihr Verhängnis und ihre große Liebe. Doch mysteriöse Verfolger tauchen auf und immer Bedrohlicheres. Und immer auswegloser holt ihre Vergangenheit sie ein, bis sie nur noch eine einzige, gefährliche Wahl hat.

Nächster Thriller in Arbeit.

Fragen an die Autorin

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich fing als Teenager an, mich in die Herzen jener Menschen zu schreiben, die mir kostbar waren. Ich war oft sehr schüchtern. Wenn ich den mir liebsten Menschen gegenüberstand, brachte ich nicht viel heraus. Schreibend dagegen bahnte sich mein Mut an. Und immer wieder ermunterten mich diese Menschen: „Schreib, Jeannette! Schreib ein Buch!“
Schreibend habe ich mir ein zweites Leben erschaffen. Eine Bühne für meine Phantasie, für alles, was aus mir ins Licht wollte. Schreiben hat meinen inneren Vorhang ganz weit aufgezogen. Meine Kreativität ist aus mir geplatzt, zunächst in Kurzgeschichten in Anthologien meines Verlages. Ich schreibe über Abgründe und geheime Winkel in den Menschenseelen, die mich faszinieren. Ich schreibe über Leidenschaften, die gefährlich werden, über Sehnsüchte wie Fieberträume.

Woher holst du dir deine Ideen?

Für meinen Debütroman? Es begann, als ich im Diplomatischen Dienst zu arbeiten begonnen hatte. Damals startete für mich ein rasantes Abenteuer mit Schatten und Ohnmacht, Tausendundeiner Nacht und eiskalter Verführung. An „Der wunde Himmel“ zu schreiben begann ich, als nach Wochen taumeligen Glücks der Himmel jäh dunkler wurde, so sehr die Sonne auch weiter schien. Eine schwere, dunkle Sonne. Ich begann meinen Roman an dem Punkt, an dem Lieben und Sehnen nicht mehr Hand in Hand gingen. Als mein Sehnen zu stark geworden war.
Ich erlebe oft starke Gefühle, die mich an den Rechner treiben oder dazu, Papier und Stift an mich zu reißen und zu schreiben, wo immer ich gerade laufe, sitze oder stehe. Aus diesem Grund gehe ich nie ohne Schreibzeug aus dem Haus. Sobald ich mich entscheide, daraus eine Kurzgeschichte, Romanszene oder Roman-Idee zu entwickeln, entsteht um diese Gefühle herum ein vager Handlungsrahmen. Dem vertraue ich, was jedes neue Kapitel zu einer Mutprobe mit mir selbst.
Mitunter öffnen auch Arthaus-Filme geheime Regionen in mir, aus denen dann überraschende Ideen in mir zu sprudeln beginnen. Manchmal inspirieren mich auch Träume und auf jeden Fall Menschen, die ganz sie selbst sind. Auch höre ich beim Schreiben häufig Musik. Dabei spüre ich meinen Szenen so lange nach, bis sie beginnen, rund zu werden. Eine spannende Reise ins Unbekannte. Eine Reise, die süchtig macht.

Hast du ein eigenes Lieblingsbuch oder einen eigenen Lieblingsprotagonisten?

Dana im „Wunden Himmel“. Sie schafft es, kniffelige oder schier unlösbare Situationen mit viel Humor zu ihren und anderer Menschen Gunsten zu wandeln.

In welche fremde Buchwelt würdest du gern selbst einmal eintauchen, entweder als Protagonist oder als Schreibende?

Steinunn Sigurdardottir und Paul Auster zählen zu meinen Lieblingsschriftstellern. Die beiden hätte ich auch gern als Freunde. Tiefe und Nacht würde ich mit ihnen leben. Es wären Freunde, mit denen ich ausnahmsweise gerne auch mal schweigen würde. Schweigen, um wahrzunehmen, was zwischen Worten und Taten geschieht.
Und Jonathan Franzen. In seine männlichen Protagonisten verliebe ich mich fast jedes Mal. Die begehre ich regelrecht. Furchtbar, wenn ich die letzte Seite eines seiner Romane beendet habe.

Wie sieht dein perfekter Schreibtag oder Ort aus?

Ein endloses Aufwachen mit viel Kaffee und Schokolade, während ich die besondere Vormittagsfrische für mein Schreiben und meine Coaching-Ausbildung nutze. Um danach mir Frisches zu kochen und mich sodann in die Welt meiner neuen Romanfiguren zu schleichen und aufzuspüren, wonach ihnen ist. Zu allen Abenteuern bereit und bis in die Nächte.
Meine essentiellen Impulse hole ich mir in meiner Wahlheimat am Bodensee dort, wo Orchideen blühen und Rosen. Aber auch auf Reisen, in fahrenden Zügen und Flugzeugen. Ankommend in einer mir noch fremden Welt. In einem unbekannten Land. Oder in einem Land oder in einer Stadt, in das oder die ich immer wieder zurückkehren muss. Weil ohne sie mein Herz müde wird.

Planst du deine Bücher oder schreibst du einfach drauflos?

Mitunter öffnen auch Arthaus-Filme geheime Regionen in mir, aus denen dann Ideen in mir zu sprudeln beginnen. Manchmal inspirieren mich auch Träume und auf jeden Fall Menschen, die ganz sie selbst sind. Auch höre ich beim Schreiben häufig Musik. Dabei spüre ich meinen Szenen so lange nach, bis sie rund werden. Eine spannende Reise ins Unbekannte. Die spannendste.

Gibt es etwas, was die Leser dieses Blogs noch unbedingt von dir wissen sollten?

Ich möchte Künstler coachen und die, die es werden wollen. AutorInnen, SchauspielerInnen, SängerInnen, MalerInnen.
Sehr behutsam öffne ich mit dir die Tore zu deinen Blockaden, Hemmungen und Ängsten. Zart und achtsam befreien wir gemeinsam, was schon lange aus dir will. Ich werde dazu einen Workshop veranstalten, den ich auf meiner Autorin-Seite Jeannette Oertel – Autorin und auf Instagram bewerben werde. Eine Woche intensiv mit mir – danach bist du im Flow. Das verspreche ich dir.



Vielen Dank an Jeannette für die Bereitstellung der Daten und Fotos

Montag, 11. Oktober 2021

[Autorenvorstellung] Dalia Stern

Tag 11 der Oktober-Challenge 
Informationen zur Verlosung findest du hier


Autorenname: Dalia Stern

Ich bin 1965 in Hannover geboren und aufgewachsen. 
Sehr früh verwitwet bin ich mit meinen Kindern an die Küste Niedersachsens gezogen. Ich liebe die salzige Seeluft und den Klang des Meeres. Barfuss meine Zehen in den Sand zu graben, den Wind in meinem Gesicht zu spüren und das Geschrei der Möwen.


bisher veröffentlichte Bücher


"Die ganz einfachen Tage kann ja jeder"
 ist mein erstes, und zugleich aktuelles Buch
Herausgekommen Anfang Juni 2021 im Rediromaverlag. 
Überall online zu bestellen wo es Bücher gibt. 
ISBN 978-3-98527-135-1

Klappentext:
Die Berufsreiterin Elisabeth ist eine starke Frau, die einiges erlebt hat. Selbst nach dem Tod ihres ersten Mannes und dem Verrat des zweiten hat sie sich niemals unterkriegen lassen. Ihren Traum von der großen Liebe hat die Mutter von drei Kindern noch nicht aufgegeben. Sie trifft auf den smarten Geschäftsmann Martin. Ein magisches Band scheint beide zu verbinden. Wie ein Schlüssel, der endlich sein passendes Schloss gefunden hat. Bewundernd schaut sie zu diesem Supermann auf und fühlt sich wie ein wachgeküsstes Dornröschen. Martin hat zwar seine Eigenheiten, aber wer hat die nicht? Geschickt versteht er es, Elisabeth an sich zu binden. Sie stellt ihr Leben komplett auf ihn ein, verzeiht ihm seine Gemeinheiten, erfüllt seine Forderungen und gibt mehr und mehr von sich auf. Hat nicht alles seinen Preis? Doch die Beziehung wird immer qualvoller, bis das Schicksal Elisabeth vor eine schwere Entscheidung stellt ...

Ich habe in dem vergangenen Corona Jahr dieses Buch geschrieben. Es handelt sich um  meine eigene Geschichte, die ich erzählen möchte, um anderen Frauen, die sich in ähnlichen Situationen befinden oder sich in einem Teil meiner Erzählung wiederfinden, eine Stimme zu geben und Mut zu machen.

Dieses Buch ist spontan entstanden, ohne Schreibprogramm und besondere Vorkenntnisse. Eher zufällig gibt meine Geschichte alles her, beinahe wie in einem Theaterstück mit vier Akten. Sie ist ehrlich, authentisch, berührend und zugleich schockierend. 

Auf langen Strandspaziergängen, oder auf dem Rücken meiner geliebten Pferde habe ich  die einzelnen Kapitel oder Formulierungen in meinem Kopf gestaltet und danach bis spät in die Nacht in meinen Laptop geschrieben. Ich hoffe, mit der Botschaft in meinem Buch viele Frauen zu erreichen. Über das Thema toxische Beziehungen, und wie schwer es ist sich aus ihnen zu befreien, mangelt es in unserer Gesellschaft noch generell an Beachtung und Aufklärung.


Vielen Dank an Dalia für die Bereitstellung der Daten und Fotos. 

Sonntag, 10. Oktober 2021

[Autorenvorstellung] Martin M. Uhland

Tag 10 der Oktober-Challenge 
Informationen zur Verlosung findest du hier


Autorenname: Martin M. Uhland

Ich heiße Martin M. Uhland, bin 49 Jahre alt und Arzt von Beruf. Mit meiner Frau und meinen drei Kindern lebe ich auf einem Dorf, in der Nähe eines kleines Waldes, fernab von Stadtlärm, Smog und demonstrierenden Menschenmassen.

den Autor findest du hier:

veröffentlichte Bücher


Von meiner Fantasy-Spielbuchreihe Zwergberg habe ich bislang die ersten zwei Bände veröffentlicht. Es handelt sich dabei um interaktive Bücher, bei denen der Leser durch seine eigenen Entscheidungen, den Verlauf der Geschichte beeinflussen kann. Die Bücher sind mit zahlreichen Illustrationen bestückt, die alle in meiner Kritzelwerkstatt entstanden sind und der Story meinen persönlichen Blick geben, in die Richtung des Skurrilen und in Richtung paramedizinische Wissenschaft.

bisher erschienen sind:

Band 1:, Zwergberg – Memento Mori

Band 2:, Zwergberg – Oneironaut

Fragen an den Autor

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Die unzähligen Bilder und Charakterköpfe, die ich im Laufe der Jahre zu Papier gebracht habe, brauchten eine Geschichte. Etwas, das alle miteinander verband, und dem Betrachter eine Hilfestellung bei der Interpretation lieferte. Schon oft musste ich mich für die Darstellungen erklären und begründen, warum ich denn nicht mal etwas „Normales“ zeichnen würde, doch genau das, wollte ich ja gerade nicht.

Da mich die Spielbücher aus den 80er Jahre schon immer in ihren Bann gezogen haben, beschloss ich, ebenfalls Spielbücher zu schreiben. Ganz klar, will ich damit die Jugend von heute begeistern, da ich denke, dass wir gerade über die Möglichkeit des „Selbst-Entscheidens“ die jungen Leser prima für das Lesen motivieren können.

Woher holst du dir deine Ideen?

Vieles kommt berufsbedingt aus der Medizin. Insbesondere faszinieren mich wissenschaftlich-medizinisch Phänomene und auch Krankheiten, die zunächst als Nachteil empfunden werden, die aber bei der näheren Betrachtung in der Evolutionsgeschichte einen Selektionsvorteil darstellen könnten. Und somit taucht natürlich immer wieder der Sachverhalt der Vergänglichkeit auf und der Menschheitstraum vom ewigen Leben. In diesem Zusammenhang treiben mich einige Fragen umher: Dürfen wir Menschen unsere Forschung derart vorwärts treiben, dass wir unsere Gene dahingehend ausrichten, dass wir unsterblich werden? Dürfen wir in der Wissenschaft Gott spielen? In anderen Ländern läuft das zügelloser ab als bei uns. Wird uns aber diese ethisch-moralische Zurückhaltung von Vorteil oder vielleicht sogar irgendwann von Nachteil sein? In China gab es bereits in der Embryonalforschung genetische Eingriffe bei Zwillingen, die mit Hilfe der Genschere immun gegen HIV sein sollen. Was denken wir eigentlich über solche Experimente?

Ich würde bereits gefragt, warum meine Cover so unheimliche Darstellungen zeigen. Aber genau diese Darstellungen decken sich mit den Buchtiteln: „Memento Mori“, heißt „bedenke, dass du sterblich bist“ und soll uns ermahnen, dass wir dem Leben gegenüber demütiger sind und wir vielleicht gerade nicht zu viel Forschung zu diesem Thema betreiben sollten. Zumindest sollte uns dieses Thema zum Nachdenken anregen.

Hast du ein eigenes Lieblingsbuch oder einen eigenen Lieblingsprotagonisten?

Ich mag die Klippenland-Chroniken von Paul Stewart und die dazugehörigen Illustrationen von Chris Ridell. Genau dort fühle ich zu Hause.

In welche fremde Buchwelt würdest du gern selbst einmal eintauchen, entweder als Protagonist oder als Schreibende/-r?

Gerne wäre ich Twig in eben den genannten Chroniken. Auf der Suche nach Wahrheiten läuft bei ihm so einiges schief. Das gefällt mir, da es mir auch oft so geht.

Wie sieht dein perfekter Schreibtag oder -Ort aus?

Der perfekte Schreibtag beginnt morgens um 5:30 Uhr, wenn die Familie noch schläft und der warme Kaffee auf meinem Schreibtisch zur Arbeit lockt. Die Stille in dieser Zeit ist am schönsten und inspiriert mich enorm. Meist habe ich dann bis 10.00 Uhr eine Menge geschafft und gönne mir eine sportliche Pause: Ich schnalle mir meine Laufschuhe an und laufe mit meiner Frau unsere Hausstrecke ab. Bei diesen Läufen sammle ich durch unsere Gespräche neue Ideen und Konzepte für zukünftige Projekte. Im Anschluss verbringe ich den Rest des Tages zusammen mit den Kindern und meiner Frau in der freien Natur. Abends, wenn dann alle im Bett sind, schreibe oder zeichne ich noch bis 22:00 Uhr. Ich achte aber daruf, dass ich diesen perfekten Tag nicht allzu spät beende, damit ich morgens wieder rechtszeitig starten kann..

Planst du deine Bücher oder schreibst du einfach drauflos?

Die Bücher müssen geplottet werden. Ich hatte das bei meinem ersten Buch zu Anfang nicht gemacht und habe somit fast 10 Jahre Lebenszeit verschenkt. Immer wieder habe ich das Manuskript zu Band 1 umgeworfen, verändert und neu geschrieben. Das war der schlimmste Fehler als Autor, den ich überhaupt machen konnte. Beim zweiten Teil ging alles viel schneller und strukturierter: Ich hatte einen Plot, die Charaktere waren anhand eines Steckbriefes skizziert und fixiert und am Ende kamen noch die fehelenden Illustrationen zur Story hinzu.

Gibt es etwas, was die Leser dieses Blogs noch unbedingt von dir wissen sollten?

Die Inhalte meiner Bücher basieren auf medizinisch-wissenschaftlichen Wahrheiten. Ich vermische diese ein wenig mit meiner eigenen Fantasie, wodurch manches unglaublich erscheint. Bei der genauen Betrachtung bleibt aber der Tiefgang und die Wahrheit erhalten. So zum Beispiel ist das Savant-Syndrom, die Inselbegabung von Tim, dem Bruder des Protagonisten, zu erwähnen. Ein Phänomen, welches überwiegend bei Autisten gefunden wird und denjenigen als Superhirn erscheinen lässt. Ich habe auf meiner Webseite einen Blog, wo ich in meinen Brain-Blashes genau diese wissenschaftlichen Themen und Sachverhalte aus den Büchern aufgreife und diese einfach und unkompliziert erkläre. Vieles wird beim Lesen bestimmt nicht so wahrgenommen und als Fantasterei abgetan. Zum Beispiel auch, dass man das Zwergengold für eine biolistische Transformationen benutzen will, um den Imperator mit einer Gen-Kanone, dem Goldstrahl-Absorber, zu heilen. Dass man mit dieser Methode bereits in der Agrarwissenschaft arbeitet, um durch die Veränderung der DNA widerstandsfähigere Pflanzen zu züchten, wissen bestimmt nur die Wenigsten.

Zusammen mit meiner Frau, die mich als Redaktionskollegin schon immer unterstützt hat, biete ich Autorenlesungen in Hörspielform an. Unterstützt mit viel technischen Effekten präsentieren wir den Zuschauern eine theaterähnliche Vorstellung, bei dem wir interaktiv das Publikum entscheiden lassen, wie die Geschichte weiterlaufen soll, also genau so wie in unseren Spielbüchern.

Auf unserer Webseite www.zwergberg.de gibt es Hörproben und man kann uns dort für Auftritte buchen.

 

Vielen Dank an Martin für die Bereitstellung der Daten und Fotos.

Samstag, 9. Oktober 2021

[Autorenvorstellung] Uwe Roth

Tag 9 der Oktober-Challenge 
Informationen zur Verlosung findest du hier


Autorenname: Uwe Roth

Geboren wurde ich am 27.7.1964 in Magdeburg. Ich lebte bis zu meinem 18. Lebensjahr in Morsleben, direkt an der ehemaligen Grenze zur Bundesrepublik Deutschland. Von 1982 bis 1984 erlernte ich den Beruf des Facharbeiters für Keramiktechnik und spezialisierte mich auf den Brennerberuf. Nach der Wende schulte ich zum Industrieelektroniker um und arbeitete fünf Jahre als Elektriker auf dem Bau. Nach schlecht zahlenden Elektrikerfirmen stieg ich wieder als Brenner bei meiner alten Firma ein. 
Schon dort versuchte ich mich am Schreiben, denn als Brenner verfügte ich während meiner Schichten über viel Zeit, die nur der Überwachung des Tunnelofens diente. Besonders Science-Fiction faszinierte mich seit meiner frühesten Kindheit. Seitdem ich Raumschiff Enterprise in den 1970er Jahren gesehen hatte, war es um mich geschehen. Während meiner Schichten als Brenner verschlang ich sämtliche Science-Fiction-Bücher, die man zu DDR-Zeiten erwerben konnte. 
Mein erster Roman, ein Taschenbuch, das ich las, hinterließ ein Brennerkollege in der Messwarte und hieß "Mutanten auf Andromeda" von Klaus Frühauf. Von da an lechzte ich regelrecht nach den langweiligen Nacht- und Wochenendschichten, um weiter in neue, fremde Welten eintauchen zu können. In dieser Zeit verschlang ich zum Beispiel sämtliche Bücher von Stanislav Lem. Aber durch ständige Störungen des Ofens blieb es nur bei Schreibversuchen. 
In meiner Jugend erlag ich nicht nur den fiktiven Begebenheiten, die es im Weltraum zu bestaunen gab, sondern auch den wissenschaftlichen Aspekten. Daran war mein großes Vorbild, Carl Sagan, Schuld, der in meinem ersten Roman eine besondere Ehrung erfährt. Denn damals schaute ich mir im TV die Sendung "Unser Kosmos" von ihm an. 
1990 begab ich mich in den Bund der Ehe, in dem ich mich immer noch mit derselben Frau befinde. 
1998 bauten wir unser Einfamilienhäuschen in der Börde in Sachsen-Anhalt. 
1999 kam unser Sohn zur Welt.
Heute, nach gesundheitlichen Problemen arbeite ich als Wachmann bei einer Sicherheitsfirma.
Derzeit schreibe ich an meinem zweiten Science-fiction-Roman.


Mein bisher einziges veröffentlichte Buch: "Europa - Tragödie eines Mondes" erschienen als gebundenes Buch, als Taschenbuch und als E-Book bei tredition.

Was beherbergt das mysteriöse OBEN, das sich oberhalb von Maborien verbirgt? Dies fragt sich die junge Wissenschaftlerin Zeru, die sich mit einem neu entwickelten Aufstiegsschiff aufmacht, um die Intelligenzen zu suchen. Denn nur sie könnten ihre Welt von der unaufhaltbaren Eisbarriere befreien, die nach einer unheimlichen Befallskatatstrophe ganz Maborien einfriert. Aber, nachdem sie das Oben, nach einem aufzehrenden und gefährlichen Aufstieg endlich erreicht, muss sie erkennen, dass ihr Wissen über ihre Welt völlig falsch war.

Was es zu dem Buch zu sagen gibt, siehe hier unter diesem Link: Rezension von Winfried Brumma und Izabel Comati:
https://www.pressenet.info/scifi/rezension-science-fiction-uwe-roth-europa.html

Fragen an den Autor

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Meine erste Intention war, meine Gedanken zu dem Jupitermond Europa zu Papier zu bringen. Nun macht mir das Schreiben immer mehr Spass. Die Ideen sprudeln so so aus meinem Kopf.

Woher holst du dir deine Idee? 

Teilweise aus Berichten zu neuen wissenschaftlichen Forschungen, aber auch reine Fantasy.

Hast du ein eigenes Lieblingsbuch oder Lieblingsprotagonisten? 

Ganz klar: "Der dunkle Turm" von Stephen King. Lieblingsprotagonisten? ganz klar: Roland von Gilead aus "Der dunkle Turm" - Reihe.

In welche fremde Buchwelt würdest du gern selbst einmal eintauchen, entweder als Protagonist oder als Schreibender? 

Ich wäre gerne der Zeitreisende aus H.G. Wells "Die Zeitmaschine". Vielleicht gibt es von mir auch mal einen Zeitreise-Roman!

Wie sieht dein perfekter Schreibtag aus -Ort aus? 

Ich arbeite in 12h Schichten, daher nur wenn ich frei oder Wochenend- oder -Nachtschicht habe. Mit Laptop.

Planst du deine Bücher oder schreibst du einfach drauflos?

Bisher hab ich zu meinen Büchern noch keinen Plan gehabt. Es ergibt es halt.

Gibt es etwas, was die Leser dieses Blogs noch unbedingt von dir wissen müssen?

Ja! ich bin riesen Classic-Rock-Fan, sowie Blues-Fan. Spiele selber etwas E-Gitarre. Liebe die alte Science-fiction-Filme.


Vielen Dank an Uwe für die Bereitstellung der Daten und Fotos.